Datenklau und Datenhandel
20. August 2008 | 00:22:56
Als vor einigen Tagen der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein eine CD mit 17.000 Personendaten - Namen, Adressen, Geburtsdaten, E-Mail-Adressen, Kontendaten usw.- anonym zugespielt wurde, war das Geschrei groß. Aber der Aufschrei wurde noch lauter. Die Verbraucherzentrale erstand nämlich binnen zweier Tage für rund 850 Euro weitere sechs Millionen Daten. Eine weitere CD erhielt man letzten Montag. Diese enthielt nochmal um die 130.000 Datensätze. 70.000 davon enthielten Kontendaten.
Die Daten stammten unter anderem aus Handy-Verträgen oder Lotterien - der Nordwestdeutschen sowie der Süddeutschen Klassenlotterie. Man vermutet, dass die Daten der SKL gestohlen wurden (klar, was sonst).
Was mich nun wundert, was aber wieder einmal typisch für Deutschland ist, ist der Umstand, dass immer erst etwas im großen Stil passieren muss, bevor man (krampfhaft) nach Lösungen sucht und Schuldzuweisungen ausspricht, die am Ende dann doch meist nur irgend ein armes Schwein treffen. Als ob das Problem erst seit ein paar Tagen bekannt ist. Ich habe mich (jedenfalls vor einigen Jahren noch - heute nicht mehr) oft gewundert, woher manche Leute meine Adresse, Telefonnummer usw. haben. Okay, heute kann man dies auf meiner Website nachlesen, da ich durch das Gesetz gezwungen bin, diese dort öffentlich darzustellen - soviel zum Thema Datenschutz. Hier beißt sich doch die Katze (oder war es doch der Hund) wieder selbst in den Schwanz. Aber nicht nur Kontendaten sind sensible Daten. Versicherer würden sich drei Arme ausreißen, wenn sie einen Blick in eure Krankenakten werfen könnten. Habe ich schon erwähnt, dass ich kerngesund bin?
Last but not least - schöne Grüße von Payback und Co.
Die Daten stammten unter anderem aus Handy-Verträgen oder Lotterien - der Nordwestdeutschen sowie der Süddeutschen Klassenlotterie. Man vermutet, dass die Daten der SKL gestohlen wurden (klar, was sonst).
Was mich nun wundert, was aber wieder einmal typisch für Deutschland ist, ist der Umstand, dass immer erst etwas im großen Stil passieren muss, bevor man (krampfhaft) nach Lösungen sucht und Schuldzuweisungen ausspricht, die am Ende dann doch meist nur irgend ein armes Schwein treffen. Als ob das Problem erst seit ein paar Tagen bekannt ist. Ich habe mich (jedenfalls vor einigen Jahren noch - heute nicht mehr) oft gewundert, woher manche Leute meine Adresse, Telefonnummer usw. haben. Okay, heute kann man dies auf meiner Website nachlesen, da ich durch das Gesetz gezwungen bin, diese dort öffentlich darzustellen - soviel zum Thema Datenschutz. Hier beißt sich doch die Katze (oder war es doch der Hund) wieder selbst in den Schwanz. Aber nicht nur Kontendaten sind sensible Daten. Versicherer würden sich drei Arme ausreißen, wenn sie einen Blick in eure Krankenakten werfen könnten. Habe ich schon erwähnt, dass ich kerngesund bin?
Last but not least - schöne Grüße von Payback und Co.

